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Gedanken in der Passionszeit

Das Leid der Welt, es hält auch uns umfangen. Es kommt ja täglich jedem in das Haus. Das Sterben fern von uns, es ist uns nah gegangen. Wie halten wir das Elend dieser Tage aus?
Auch wir haben es in uns selbst gespürt, wie wenig wir die Zeit wirklich besiegen. Was Leben ist, es wird zum Tod geführt. Der Stärkste noch muss ihm ja unterliegen.
Was bleibt, sind Asche, Staub und die Gedanken, die durch die schnelle Zeit derer, die leben, wehn.
Wir gehen unsren Lebensweg und bangen vor dem Gericht, vor dem wir dann einst stehn.
Wie sollen wir am Ende denn bestehen? Wie finden wir denn Hoffnung und ein Licht?
Wie können wir mehr, als Vergehen sehen, wenn nicht ein anderer uns von Erlösung spricht?
Für viele ist ja Leben nur das Stück, das wir hier Tag für Tag zu gehen haben. Dann kommt der Tod und niemand hat das Glück, sich an des Lebens Wonnen dann zu laben.
Doch Gott hat den, der ihm vertraut geschworen, das er ihm treu, wenn alles hier zerbricht. Vertrau auf Gott und du bist nicht verloren.
Er, der das Leben selbst, er lässt dich nicht.
Er ist es, der dich hier an jedem Tag begleitet. Der dich die Wege finden lässt in seinem Wort.
Er ist es, der die Ewigkeit um dich gebreitet. Nichts, niemand, keine Macht reißt dich da fort.
Damit wir dieses Maß an Liebe finden, hat er den äußersten und letzten Schritt riskiert. Er ließ am Kreuze sich zu Tode schinden, damit das Kreuz die Seinen hin zum Leben führt.
Nicht mehr der Tod ist nunmehr der Gewinner, der alles auslöscht und dem jeder fällt.
In Leid und Kreuz bleibt Gott der Neubeginner und führt die Seinen hin zu seiner Welt. Da wird das Leid, das uns bedrückt ein Ende haben. Da werden wir die guten Tage sehen. Da wird er selbst uns mit der Wonne laben, die jene teilen,
die bei dem Erlöser stehen.

Die Evangelisch – Lutherische – Sankt Jakobus Kirchgemeinde

steht, in der Tradition Martin Luthers und versteht sich als Teil der weltweiten Gemeinschaft der Lutherischen Kirchen, zu denen auch unsere Sächsische Landeskirche gehört.

Wir sind davon überzeugt, das es weniges braucht, um als Christ in dieser Welt bestehen zu können und das Martin Luther das herausgearbeitet hat.

Wir leben, als Christen, im Vertrauen auf Gott. Er ist es, der uns liebt und der alles getan hat, damit wir immer wieder Hoffnung haben. Allein der Glaube ist uns Halt und Kraft.

Wir leben, als Christen, aus der Gnade, die wir von Gott geschenkt bekommen. Wir können uns Gottes Liebe weder erkaufen, noch erarbeiten. Sie ist Geschenk. Sie ist ein Geschenk, das wir im Glauben annehmen und das uns ein neues Leben in der Gemeinschaft aller Beschenkten, ermöglicht.

Wir leben, als Christen, mit dem Wissen, das Gott uns etwas sagen möchte und sagen kann. Sein Wort begegnet uns allein in der Bibel. Die Schrift erschließt sich dem, der mit ihr und aus ihr lebt. Immer neu können wir spüren, wie uns sein Wort berührt und dankbar erfahren wir, in der Predigt und im Nachdenken über dieses Wort, das es lebendig ist und nie veralten wird.

Wir leben, als Christen, mit Jesus als Mitte. Er ist nicht nur Mitte der Zeit. Er ist vor allem Mitte der Gemeinschaft von Christen, die sich um ihn, den gekreuzigten und auferstandenen Herrn sammeln.

Er ist Mitte unseres persönlichen Lebens und macht uns frei, um die Liebe, die uns in ihm begegnet, im Miteinander wirksam werden zu lassen.