Gedanken in der Passionszeit

Das Leid der Welt, es hält auch uns umfangen. Es kommt ja täglich jedem in das Haus. Das Sterben fern von uns, es ist uns nah gegangen. Wie halten wir das Elend dieser Tage aus?
Auch wir haben es in uns selbst gespürt, wie wenig wir die Zeit wirklich besiegen. Was Leben ist, es wird zum Tod geführt. Der Stärkste noch muss ihm ja unterliegen.
Was bleibt, sind Asche, Staub und die Gedanken, die durch die schnelle Zeit derer, die leben, wehn.
Wir gehen unsren Lebensweg und bangen vor dem Gericht, vor dem wir dann einst stehn.
Wie sollen wir am Ende denn bestehen? Wie finden wir denn Hoffnung und ein Licht?
Wie können wir mehr, als Vergehen sehen, wenn nicht ein anderer uns von Erlösung spricht?
Für viele ist ja Leben nur das Stück, das wir hier Tag für Tag zu gehen haben. Dann kommt der Tod und niemand hat das Glück, sich an des Lebens Wonnen dann zu laben.
Doch Gott hat den, der ihm vertraut geschworen, das er ihm treu, wenn alles hier zerbricht. Vertrau auf Gott und du bist nicht verloren.
Er, der das Leben selbst, er lässt dich nicht.
Er ist es, der dich hier an jedem Tag begleitet. Der dich die Wege finden lässt in seinem Wort.
Er ist es, der die Ewigkeit um dich gebreitet. Nichts, niemand, keine Macht reißt dich da fort.
Damit wir dieses Maß an Liebe finden, hat er den äußersten und letzten Schritt riskiert. Er ließ am Kreuze sich zu Tode schinden, damit das Kreuz die Seinen hin zum Leben führt.
Nicht mehr der Tod ist nunmehr der Gewinner, der alles auslöscht und dem jeder fällt.
In Leid und Kreuz bleibt Gott der Neubeginner und führt die Seinen hin zu seiner Welt. Da wird das Leid, das uns bedrückt ein Ende haben. Da werden wir die guten Tage sehen. Da wird er selbst uns mit der Wonne laben, die jene teilen,
die bei dem Erlöser stehen.